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Kibosho Hospital
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Im Gesundheitsbereich unterstützte der Aktionskreis Ostafrika hauptsächlich das Regionalkrankenhaus in Kibosho am Südhang des Kilimandscharo, etwa 16 km nördlich der Regionalhauptstadt Moshi. Das Hospital geht auf die Gründung einer Missionsstation durch Pater Martin Rhomer C.S.P. im Jahre 1883 zurück, der bereits Schulbetrieb und Krankenpflege einführte. Damals herrschte noch der mächtige Chagga Häuptling Mangi Sina, der sich erst 1891 deutscher Kolonialherrschaft beugen musste. 1929 wurde in Kibosho eine erste Dipensary mit 7 Räumen und einigen Lehmhütten eingerichtet, und bis 1934 erweitert. Einige dieser alten Gebäude werden noch heute genutzt. Später hat der in Ostafrika legendäre schottische Arzt Leader Dominic Stirling das Hospital geleitet und ausgebaut und das System von Sattelitenstationen (outposts, dispensaries) entwickelt. Unter Präsident Julius Nyerere war Leader Stirling von 1973 bis 1975 Gesundheitsminister. Das Hauptgebäude des Hospitals wurde in den frühen 60er Jahren errichtet, als das unabhängig gewordene Tansania große Anstrengungen zum Ausbau des Gesundheitswesens unternahm. Heute besitzt das Krankenhaus viele einzelne Gebäude mit 180 Betten, 3 Operationssälen, einer Röntgenstation, eine Geburtenstation mit 42 Betten, eine Ambulanz, Dokterhäusern und zwei Schwesternschulen (Primary und Secondary Diploma Level) sowie Betriebe zur Eigenversorgung. Viele diese Einrichtungen wurden vom Aktionskreis Ostafrika erbaut und eingerichtet. Mit einem Jahresetat von nur 250.000 Euro werden im Krankenhaus Kibosho jährlich 5.500 stationäre und 22.000 ambulante Patienten behandelt. Jährlich werden 1.350 Geburten, davon 120 mit Kaiserschnitt, sowie 350 schwerere und 1.200 leichtere Operationen durchgeführt. Eine beachtliche medizinische Leistung für ein Betreuungsgebiet von 28 Ortschaften mit etwa 90.000 Menschen. Haupterkrankungen sind Malaria, Lungenentzündungen, Verletzungen und Verbrennungen, Erkrankungen des Verdauungsbereiches und der Augen. Vor Operationen werden Aids-Tests durchgeführt. An das Krankenhaus sind 16 über die Region Kilimanjaro verstreute Kleinkrankenhäuser (Dispensaries) mit 135 Betten angehängt, mit denen ein Einzugsgebiet von 200.000 Menschen betreut wird.
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