Ausbildung
 
Solide Ausbildung und Infrastruktur sind die wichtigsten Voraussetzungen zur Entwicklung von bodenständiger Beschäftigung und einem gewissen Maß an Lebensqualität unter den einheimischen Gegebenheiten. Nur durch die Schaffung einer eigenständigen Wirtschaftsstruktur kann die Armut in Tansania wirksam bekämpft werden. Schulausbildung und qualifizierte Berufsausbildung schaffen Erwerbsfähigkeit, grenzen die Armut ein und fördern Sesshaftigkeit.

Armut und Ausbildungsdefizit gehören zu den größten Problemen im Lande. Das Realeinkommen beträgt in Tansania US$ 620 (1997). Tansania gehört damit zu den ärmsten Ländern der Welt. 44% der Tansanier sind unter 15 Jahren alt, die Alphabetisierungsgrad beträgt in Tansania heute nur noch 68% - nach 85% vor 25 Jahren, eine Folge des schnellen Bevölkerungswachstums und der großen öffentlichen und privaten Armut. Die vollständige Ausbildung eines jungen Menschen kostet vom Beginn der Primary School und 3 Jahre Berufsausbildung als Handwerker etwa US$ 800 bis 1.200.

Der Aktionskreis Ostafrika unterstützt die Berufsausbildung im Projektgebiet in vielfältiger Form. Wir konzentrieren uns auf wenige Projekte, um diese nachhaltig und langfristig zu begleiten und sichere Ergebnisse zu erzielen.
  
Die Handwerksschule (Vocational School) in Leguruki bildet in handwerklichen Berufen aus. Sie ist eine der wichtigsten Schulen in der Region Arusha. 
Handwerker werden in unseren Werkstätten in Kibosho und in den Projekten ausgebildet (training on the job).
Die Schwesternschule in Kibosho wurde von uns geplant, der Bau unterstützt und mit Schulungsmaterial ausgestattet. Von hier aus gehen ausgebildete Schwestern in die entfernten Dispensaries und setzen dort ihr Wissen ein. 
Für begrenzte Dauer (einige Wochen) vermitteln wir Ärzte und medizinische Ausbilder.  
In Abstimmung mit der Diözese Moshi vermitteln wir Geldzuwendungen für die Ausbildung in Primary- und Secondary-School.